Bitcoin Pi

Offline Mini-PC als Bitcoin Adressgenerator mit Raspberry Pi

Inhalt

  1. Vorwort
  2. Warnung
  3. Kryptowährungen
  4. Raspberry Pi
  5. Bitcoin Adressen
  6. Fazit
  7. Schlussbemerkung


1. Vorwort

Meine erste Bekanntschaft mit Bitcoins nahm ich sehr flüchtig wahr. Im Hintergrund hörte ich die negativen Schlagzeilen aus den Medien wie z.B. "Bitcoin Konten wurden entleert..", "Bitcoins im Darknet..", "Anbieter Pleite, Bitcoins weg.." usw.

Eigentlich gab es kein Grund sich mit diesem Thema zu befassen, bis ich ein Lichtfunken am Horizont sah. Das war das einleuchtendste Argument, was ich über ein Geldsystem je gelesen hatte: Es können max. 21 Mio. Bitcoins existieren. Das bedeutet, dass in diesem System keine Inflation auftreten kann. Es ist einfach nicht möglich, denn der Programmcode bzw. die Mathematik lässt es nicht zu. Jetzt hatte ich die Inflation besser verstanden als in der Schule. Das "Inflationsfreie System" kann unsere heutige Währung leider nicht garantieren, demzufolge muss unsere Gesellschaft systematisch immer neue Inflationsszenarien oder Kriege durchleben, unabhängig davon wie hochgebildet wir Menschen bleiben. Aus den Fehlern der Vergangenheit können wir auch nicht lernen, da Institutionen die offene Tür des Systems jederzeit ausnutzen können, wenn sie z.B. unter Druck geraten. Dagegen kann man die Mathematik nicht unter Druck setzten oder erpressen. Ich liebe einfach die Mathematik.

Ab diesen Zeitpunkt war mein Interesse da. Ich habe mich etwas informiert, mit Menschen darüber gesprochen, ein Experiment gewagt und Erfahrungen gesammelt. Jetzt möchte ich das Projekt präsentieren, mit der Bitte, das gesamte Geldsystem noch kritischer zu betrachten.


2. Warnung

(!) Der Handel mit Kryptowährungen sowie Wertpapieren birgt erhöhtes Verlustrisiko.

(!) Für den Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind Sie selber verantwortlich. Keiner übernimmt jegliche Haftung für Sie.

(!) Diese Anleitung ist nur eine Hilfe für die, die sich mit dem Thema Kryptowährungen näher und kritischer beschäftigen möchten.

(!) Die hier beschriebenen Informationen erheben kein Anspruch auf Vollständigkeit. Sie basieren auf eigene Erfahrungswerte und können Informationslücken enthalten.

(!) Bitte prüft alle Informationen selber nach und glaubt nicht an alles was geschrieben steht.


3. Kryptowährungen

Die Kryptowährung gepaart mit der Blockchaintechnologie ist meiner Meinung nach das technisch fortschrittlichste Geldsystem, was ich bisher je gehört habe. Theoretisch kann man auch normale Geldscheine oder Münzen benutzen. Aber das ist nicht notwendig, weil das Kryptowährungssystem auch ohne physische Geldmittel funktioniert. Das Problem ist nur: man benötigt Strom, Hardware, Software, Internet und logisches Denken.

3.1 Kryptographie, Blockchain, Bitcoin & Wallet

Kryptografie
Bei der digitalen Währung wird das Prinzip der Kryptographie angewandt, also die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen. Geldbeträge sind auch Informationen, sehr sensible sogar, die verschlüsselt werden müssen. Die Transaktionen der virtuellen Währungen durchlaufen abgesicherte Protokolle und arbeiten je nach System zentral oder dezentral. Kryptowährungen sind nicht an Notenbanken gebunden und unterstehen keiner Behörde oder Institutionen. Kryptowährungen und Zentralbankgelder sind Fiat-Gelder, haben also keinen nennenswerten intrinsischen Wert. Damit ist gemeint, dass ausser dem Gebrauchswert kein Eigenwert existiert. Diese Geldsysteme ohne intrinsischen Werte können nur dann funktionieren, wenn Menschen auf die Währungen vertrauen. Wenn die Menschen nicht mehr vertrauen würden, dann gäbe es keine Nachfrage, dann gibt es kein Handel, letztendlich verliert die Währung automatisch an Wert.

Blockchain und die Miner
Über die Zeit hat sich in der IT-Welt eine interessante Technologie entwickelt, die der Kryptowährung ein solides Fundament an Sicherheit gewährt und nebenbei das historische Problem mit den "Byzantinischen Generälen" lösen kann. In kurzen Worten gefasst: Diese Technologie ist in der Lage, den Wahrheitsgehalt einer Information völlig neu zu definieren, indem eine Netzwerkstruktur aufgebaut wird, die dezentral über mehrere Netzwerkteilnehmer verteilt ist. In der Blockchain werden alle Geld-Transaktionen in Informationsblöcken abgelegt. Neue Datenblöcke werden in einem rechenintensiven Prozess zur Verfügung gestellt, genannt "Mining" und über das Netzwerk an die entsprechenden Teilnehmer verbreitet. Miner sind Netzwerker oder Rechenzentren, die die dezentrale Transaktionsgeschäfte durch Rechenleistungen sicherstellen. Als Belohnung bekommen die Miner Gebühren aus den erzeugten Transaktionen. Die Möglichkeit Mining zu betreiben steht prinzipiell jedem zur Verfügung, entscheidend ist die angebotene Rechenkapazität. Je höher die Rechenkapazität, um so höher kann die Stromrechnung ausfallen, was letztendlich die Profitabilität des Mining Geschäfts ausmacht.

Die Blockchain ist ausserdem so robust, dass ein Ausfall eines Netzwerkteilnehmers das gesamte System nicht schaden kann. Doch der eigentliche Clou der Blockchain-Technologie ist eine andere: Die ausgeklügelte Verkettung von Informationsblöcken miteinander. Jedes einzelne Informationsblock besitzt Informationen von vorherigen und nächsten Blöcken. Alle Geldgeschäfte sind somit miteinander verkettet und verschlüsselt. Eine Manipulation in der Kette würde auffallen, da alle weiteren Datenblöcke durch ihre Prüfsummen fehlerhaft wären. Das korrigieren der restlichen Prüfsummen wäre sehr rechenintensiv und müsste auch noch bei allen Netzwerkteilnehmern wiederholt werden. Diese und weitere Eigenschaften erschweren die klassische Datenmanipulation auf einer Blockchain.

Bitcoin
Die Erfindung des Bitcoins wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlichten Dokument beschrieben. Die erste öffentlich gehandelte Kryptogeld ist der Bitcoin. Am 3.1.2009 wurden zum ersten mal 50 Bitcoins im Bitcoin-Netzwerk geschöpft. Bitcoins kann man auch in physischen Geldmünzen oder Geldscheinen benutzen. Aber dies ist nicht notwendig, da der Bitcoin auf virtueller Basis effizienter arbeitet. Bitcoins können in speziellen Devisenmärkten umgetauscht bzw. gehandelt werden, wie auf einer Börse.

Bitcoins haben ungewöhnliche Einheiten. Die kleinste Bitcoineinheit ist 1 Satoshi bzw. 0,000.000.01 Bitcoin und der max. mögliche Bitcoinbetrag wäre theoretisch 21.000.000,000.000.00 Bitcoin. Witzig: Die Zahlstellen vor und nach dem Komma ist genau Achsensymmetrisch, d.h. man kann lustige Preise gestalten wie z.B.: 9.999,999.9 BTC. Eine kurze Übersicht über die Einheiten:

1.000.000 BTC = 1M BTC
1.000 BTC = 1k BTC
1 BTC = 1.000m BTC
0,001 BTC = 1m BTC
0,000.001 BTC = 1u BTC
0,000.000.01 BTC = 1 Satoshi

Wallet
Um Bitcoins senden und empfangen zu können, benötigt man eine Wallet. Als Wallet wird eine digitale Brieftasche bezeichnet. Dies ist eine Software oder eine App, in dem man digitalen Gelder speichern und senden kann. Das Senden von Bitcoins erfordert nur 2 Parameter: Empfängeradresse und Geldbetrag. Das war's. Eine sehr triviale Angelegenheit, aber auch sehr gefährlich, denn Flüchtigkeitsfehler werden hart bestraft. Ist die lange Adresse falsch, kann der Geldbetrag woanders landen und der Empfänger wäre positiv überrascht, wenn die Prüfsummenkorrektur nicht eingreift. Hat man die Geldeinheiten verwechselt oder sich vertippt, kann man auch Bankrott gehen. Ein Storno ist nicht möglich, da Bitcoin kein Kundendienst hat. Der Empfänger bleibt anonym und kann auch nicht direkt kontaktiert werden, zumindest in der Blockchain. Ein knallhartes Geschäft also.

Wallets können auch neue Bitcoinadressen erstellen. Aber, es gibt eine weitere Möglichkeit und genau das beschreibt dieses Projekt. Mit einer Softwareanwendung kann man seine eigenen Bitcoinadressen offline erstellen. Man erhält dabei ein Adresspaar "Schlüsselpaar" und dies beinhaltet den öffentlichen und privaten Schlüssel. Die öffentliche Adresse ist etwas kürzer als die Private. Der öffentliche Schlüssel, wie der Name auch sagt, kann frei verwendet werden und versteht sich als eine normale "Kontonummer". Der private Schlüssel sollte sehr geheim gehalten werden, denn damit kann man auf das Konto zugreifen und alle Gelder abheben. Die QR-Codes kann man als praktische Hilfe benutzen. Das sind codierte Pixelbilder, die die langen Bitcoin Adressen beherbergen. Anstatt die langen Bitcoin Adressen per Hand einzugeben, scannt man den QR-Code mit der Smartphonekamera einfach ab. Dadurch erspart man sich Tippfehler.

3.2 Bitcoin vs. Euro

Hier eine kleine Übersicht, um den Unterschied zwischen Bitcoin und Euro grob zu veranschaulichen. Die Informationen sind nicht detailliert, aber für Anfänger erstmal ausreichend, um annähernd die Grundlagen zu verstehen.

Bitcoin Euro
Abkürzung BTC EUR
Typ Kryptowährung Klassische Währung
Existiert seit 3.9.2009 1.1.2002
Bekanntheitsgrad (?) 100%
Erfinder Satoshi Nakamoto Europäische Union
Geldsystem Fiat Geld Fiat Geld
Netzwerksystem Dezentral Zentral
Zentralbank Nein Ja (EZB)
Kleinste Währungseinheit 0,000.000.01 BTC 0,01 EUR
Max. Geldmenge 21 Mio. BTC Unbegrenzt
Kontoerstellung Offline/Online Nur bei der Bank möglich
Negativer Kontostand Nein Ja (z.B. Dispo, Kredit)
Administrator Miner Banken
Transaktionsdauer Sekunden/Minuten 1-2 Werktage
Transaktion Storno Unmöglich Möglich, z.B. über Kundenservice der Hausbank
Transaktion Gebührenpflichtig Ja (wählbar) Nein (noch nicht)
Transaktion öffentlich Ja (Blockchain) Nein
100% Anonym Nein (Jede Transaktion besitzt eine Absenderinformation) Ja (Geldscheine und Geldmünzen besitzen keine Absenderinformationen)

Trotz Unterschiede gibt es eine Gemeinsamkeit: Beide Gelder sind Fiat-Gelder, d.h. sie besitzen nichts und sind durch nichts gedeckt. Genaugenommen haben sie überhaupt kein Wert, ausser Herstellungskosten. Genau das ist schwer für uns Menschen zu verstehen. Für das eigene Verständnis eine Eselsbrücke: Man denke einfach, Geld ist wie eine anarchistische Religion: Kein Mensch betet zuhause ein "50 EURO" Geldschein an, aber alle glauben daran und benutzen es.

Besonders interessant ist die Organisationsstruktur und die Geldmenge des Geldsystems. Der Euro ist von der Zentrale aus gesteuert, d.h. jemand gibt den Ton direkt an. Der Bitcoin dagegen hat kein Führer, weil er dezentral arbeitet. Nur der Miner könnte theoretisch die Funktion des Führers übernehmen, wenn er im Netzwerk mehr als 50% dominiert. Die Geldmenge im System ist bei Bitcoin auf max. 21 Mio. Einheiten strikt begrenzt. Der Euro dagegen ist für eine theoretisch unbegrenzte Schöpfungsmenge ausgelegt. Bei der klassischen Währung wird genau dieser "Bug" ausgenutzt um noch mehr Geld schöpfen zu können, am besten unauffällig oder mit Rechtfertigungsversuchen, die historisch immer wieder gebrochen wurden. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass nur der Weltall unendlich sein kann, nicht aber die Geldmenge. Die Unendlichkeit ist nur der Mutter Natur vorbehalten. Allein deswegen überzeugt der Bitcoin an dieser Stelle, fast wie ein bodenständiger Erwachsener.

Sehr Überraschend ist die Tatsache, dass man keine negativen Bitcoins auf dem Konto haben kann. Dies ist in der Blockchain nicht vorgesehen. Das heisst, der Bitcoin eliminiert von Grund auf das Verschuldungssystem. Wenn man nichts hat, ist man mathematisch gesehen eine "Null". Man kann nicht weniger als "Null" haben. Das Jemand Anderen Geld schuldet, muss individuell auf anderer Platform gelöst werden. Sehr, sehr Weise.

Wirklich bemerkenswert sind die Transaktionen, die die Miner im Netzwerksystem gewährleisten. Jede Bitcoin Transaktion erfolgt in der Regel in wenigen Sekunden, und das Weltweit. Transaktionsbestätigungen können einige Minuten/Stunden dauern, was völlig normal ist. Dies ist auch abhängig von der Transaktionsgebühr (Netzwerkgebühr), das der Versender selber festlegen kann, abhängig von der verwendeten Wallet. Falls die Netzwerkgebühr erhöht wird, kann der Bestätigungsvorgang der Transaktion schneller erfolgen. Entfällt die Netzwerkgebühr, dann kann es sein, dass die Transaktionen niemals bestätigt werden. Nach nahezu 6 Bestätigung gilt die Zahlung als hinreichend verbindlich bestätigt.

Die Anonymität ist ein Spezialgebiet. Jede Transaktion ist in der Blockchain registriert, zwar anonym nur mit der Absenderadresse, aber öffentlich für Alle einsehbar. So kann man heutzutage auch sein Kontostand überprüfen, wenn man auf die Webseite der Blockchain geht und die entsprechende Bitcoinadressen eingibt. Jede getätigte Transaktion hinterlässt in der Blockchain zumindest eine Absenderinformation, und das ist die öffentliche Bitcoinadresse. Diese Information erscheint harmlos, aber sie ist in der Blockchain eingetragen und für die Ewigkeit da, solange es Internet und Blockchains gibt. Mit einigen Methoden wie z.B. "Social Engineering" besteht die Möglichkeit aus den Absenderinformationen weitere Auskünfte zu ergattern. Die klassischen Geldmünzen und Geldscheine sind bisher die anonymsten Transaktionsmittel in unserer Geschichte, natürlich gebunden zu all den Vor- und Nachteilen der physischen Notenprägung.

3.3 Zu viele Kryptowährungen

Es existieren mehr als tausend Kryptowährungen weltweit, die sich durch bestimmte Eigenschaften unterscheiden. Tendenz steigend. Aber nicht alle werden auf Marktplätzen gehandelt, da viele Bedeutungslos sind und keine Relevanz vorweisen können. Hier einige bekannte Kryptowährungen:

Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Ripple, Ethereum, Ethereum Classic, Stratis, NEM, IOTA, Dash, NEO, Monero, BitConnect, OmiseGo, Qtum, Waves, Zcash, EOS, TenX, Tether, Bitshares, Iconomi, 0x, Veritaseum, Steem, Lisk, Binance Coin, Augur, ...

Schaut man weiter, treten unbekannte und lustige Kryptowährungen auf. Die wahre Motivation von einigen Kryptowährungen sind mir immer noch schleierhaft:

Metal, Gas, Asch, Gulden, Mysterium, WeTrust, Radium, Quantum, Quark, PinkCoin, Legends Room, HTMLCOIN, Neutron, FuckToken, Bitmark, Moin, 8Bit, Honey, Casino, UFO Coin, C-Bit, Catcoin, Photon, Shiling, Magnum, WomenCoin, LePen, Birds, ...


4. Raspberry Pi

4.1 Die Himbeere unter den Bastel-PCs

Nein, kein Himbeerkuchen. Das ist heutzutage eines der meist gefragtesten Mini-Rechner, den man sich im nackten Zustand für billig Geld kaufen und das PC-System beliebig einrichten kann, sowohl Hardware als auch Software seitig. Das führt in unserer Gesellschaft zu ein interdisziplinären Phänomen: Jeder, der dem System mächtig ist, hat das Potential seine eigene Ideen und Projekte elektronisch umzusetzen. D.h. was damals nur grossen Firmen vorbehalten war, können jetzt einzelne Privatpersonen sog. "Maker" machen, nämlich eigene Produkte selber umsetzen. Man spricht auch von Prosumer, also Producer als Produzent und Consumer als Endverbraucher gleichzeitig. Diese Personen können in bestimmten Branchen exzellente Fachkompetenzen vorweisen und einige kann man sogar auf Maker Messen als Aussteller treffen.

Der Raspberry Pi ist eine kleine Elektronikplatine und besitzt ein CPU mit programmierbaren Anschlüssen. Die aktuellste Version ist Raspberry Pi 3, die im Vergleich zu älteren Modellen etwas schneller arbeitet. Natürlich kann man Raspberry Pi so benutzen wie ein normaler PC mit Linux-Betriebssystem. Klassische Office-Anwendungen sind im Grunde kein Problem, allerdings bei Multimedia Anwendungen kann das System langsam arbeiten, was völlig normal ist. Überraschend für Techniker: Minimaler Stromverbrauch im Vergleich zu klassischen PC's. Nahezu für alle digitale Aufgaben verbraucht der Raspberry Pi als Computer verblüffend wenig Strom.

In diesem Projekt benutzen wir das wesentliche eines Raspberry Pis, d.h. wir bringen das Gerät zum Laufen, in dem wir das meist benutze Linux Betriebssystem "Raspian" installieren und ein Bitcoin Adressgenerator als Javascript downloaden und installieren.

4.2 Notwendige Hardware

Die Hardware Voraussetzungen für dieses Projekt sind relativ gering gehalten. Im Vergleich zu klassischen PC-Geräten gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Für den Start benötigen wir folgende Hardware:

Beim Zusammenbau und Verkabelung muss man darauf achten, dass man selber nicht statisch aufgeladen ist, da man mit den Fingern auf die Elektronikbauteile des Raspberry Pi's heran kommt. Im ungünstigsten Fall kann man seine Platine durch statische Aufladung zerstören. Am besten sich vorher entladen (z.B. Heizung Metallkörper berühren) oder Erdungskabel benutzen. Den Stromkabel werden wir nicht anschliessen, da zuerst das Betriebssystem vorbereitet sein muss.

4.3 Betriebssystem aufsetzen

Worin liegt der Unterscheid zwischen "kopieren" und "brennen" einer Datei? Kopieren kennt Jeder, aber das "brennen" unterscheidet sich dadurch, das nicht nur die Daten selber, sondern auch die speziellen Sektoren bzw. Datenpfadinformationen des Mediums berücksichtigt werden müssen. Für die Installation eines Betriebssystems ist das Brennen die Notwendigleit. Wir gehen Schritt für Schritt vor:

1. Über ein Fremdrechner mit Internetzugang laden wir das Betriebssystem Raspian von der Webseite herunter (siehe 5.5 Links). Wir wählen die Vollversion mit grafischer Benutzeroberfläche aus. Die zweite Version ist eine abgespeckte Lite-Version, ohne grafische Oberfläche, erkennbar an der kleineren Dateigrösse.

2. Die Heruntergeladene Datei muss vorher entpackt werden. Das Entpacken unter Windows ist direkt möglich. Einfach Datei markieren, rechte Maustaste drücken und "entpacken" wählen. Die entpackte Datei ist eine Imagedatei und ist etwas grösser.

3. Wir verwenden jetzt die Speicherkarte. Die leere Micro-SD Speicherkarte muss zuerst formatiert werden. Als Anwendung verwenden wir z.B. SD-Formatter (siehe 5.5 Links). Das Formatieren ist relativ simpel und unter Standardeinstellungen problemlos durchführbar. Achtung: Andere Speichermedien nicht Löschen, deshalb unbeteiligte Datenspeicher aus Sicherheitsgründen vom PC entfernen. Nach der Formatierung der Speicherkarte können wir das Betriebssystem aufsetzen.

4. Die entpackte Datei muss auf die SD-Karte aufgesetzt werden. Wir verwenden dabei die Anwendung "Imagewriter" (siehe 5.5 Links) und schreiben die entpackte Imagedatei auf die Micro-SD Speicherkarte. Also, Imagewriter Anwendung öffnen, die entpackte Datei als Imagedatei auswählen und starten. Die Speicherkarte wird nun bearbeitet, dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.

5. Fertig! Jetzt kann die Micro-SD Speicherkarte in den Raspberry Pi eingesteckt werden.

4.4 Erstinstallation & Systemeinstellungen

Nach dem sich die Micro-SD Karte im Raspberry Pi befindet, kann der Stromkabel angeschlossen werden. Das System fährt jetzt hoch und es werden grundlegende Installationsroutinen abgewickelt. In dieser Phase bitte nichts drücken oder klicken. Sofern keine Fehler auftreten, müsste das System in wenigen Minuten hochfahren. Das erkennt man daran, dass eine leere Desktop Oberfläche erscheint und der Prozessorlast (oben rechts) sich auf Minimum runter regelt. Zu guter Letzt folgen nur noch die Systemeinstellungen:

Einstellungen >> Raspberry-Pi-Konfiguration >> Lokalisierung >> Sprechumgebung:

Einstellungen >> Raspberry-Pi-Konfiguration >> Lokalisierung >> Tastatur:

Einstellungen >> Raspberry-Pi-Konfiguration >> Lokalisierung >> Zeitzone:

Herzlichen Glückwunsch, das System ist nun Startbereit!

Info: Im Standardpaket von Raspian sind ausserdem Programme wie z.B. Office Paket, Texteditor, Web-Browser usw. vorhanden. Einfach ausprobieren und spielen. Für unser Vorhaben sind Standardlösungen völlig ausreichend, da wir nur Google Chrome als Web-Browser und LibreOffice Writer als Textverarbeitung benutzen werden.

Wichtig: Wir benutzen kein Internet! Weder Netzwerkkabel anschliessen, noch WLAN/Bluetooth aktivieren. Der Rechner bleibt für das Netzwerk unsichtbar und darf das Internet niemals zu Gesicht bekommen. Mit dieser strikten Einschränkung können wir sicher sein, dass keine Informationen nach aussen gelangen. Auch wenn man kurz das Netzwerkkabel anschliesst, ist das System unsicher, denn der Web-Browser könnte im Hintergrund sensible Informationen wie z.B. erstellte Bitcoinadressen aus dem Puffer nach aussen kopieren.


5. Bitcoin Adressen

5.1 Adressgenerator einrichten

Zu Generierung von Bitcoinadressen entscheiden wir uns für Bitcoinadress.org (siehe 5.5 Links). Dies ist eine Javascript Anwendung und benötigt nur ein Web-Browser. Die komplette Anwendung kann man von der Webseite z.B. als .zip herunterladen. Auf der Webseite ist unten auf der linken Seite ein Downloadsymbol angegeben. Darauf klicken und die Anwendung herunterladen z.B. auf ein USB-Stick. Oder, man kann auch ganz spartanisch die aktuelle Webseite als HTML-Datei abspeichern (Web-Browser >> rechte Maustaste im Fenster klicken >> Menü "Seite Speichern.." auswählen). Mit der letzten Möglichkeit gehen viele Gestaltungsoptionen zwar verloren, aber prinzipiell auch möglich.

Nachdem die Anwendung heruntergeladen wurde, kann man die Datei(en) auf ein Ordner in Raspberry Pi kopieren. Zuvor sollten natürlich die Daten entpackt werden, falls noch nicht geschehen. Die Startdatei ist eine HTML-Datei, die befindet sich normalerweise im Stammverzeichnis und müsste heissen "bitaddress.org.html". Auf diese Datei klicken und schon müsste die Anwendung auf dem Web-Browser starten.

Leider kann man auf Raspian Linux-System keine Verknüpfung komfortabel erstellen wie auf Windows. Dabei müssen wir eine leere Datei erzeugen Also mit der Maus auf Desktop Oberfläche gehen, rechte Maustaste klicken, Menü "leere Datei erstellen" klicken und schon erstellt man eine leere Text Datei. Als Dateiname kann man irgend ein Name eingeben. Der Inhalt der Textdatei sollte so aussehen:

[Desktop Entry]
Name=Bitadress
Icon=/usr/share/pixmaps/openbox.xpm
Exec=/usr/bin/chromium-browser /home/pi/bitcoin/bitaddress.org-3.3.0/bitaddress.org.html
Type=Application
Encoding=UTF-8

Der wichtigste Eintrag ist die sog. Exec-Zeile. Hier steht geschrieben, welches Programm welche Anwendung aufruft. Der Web-Browser ist als Google Chrome definiert und befindet sich im Verzeichnis z.B. /usr/bin/chromium-browser. Die heruntergeladene Anwendung befindet sich in dem Ordner z.B. /home/pi/bitcoin/bitaddress.org-3.3.0/bitaddress.org.html . Auf die Bedeutungen der anderen Befehlszeilen gehen wir nicht näher ein.

Nachdem alles korrekt eingegeben wurde, kann man die manuell erstellte Verlinkung durch ein Doppelklick testen. Der Web-Browser müsste auftauchen und die Startseite von Bitcoinaddress erscheinen. Achtung: Auf korrekte Verzeichnisangaben und Tippfehler achten! Sonst wird die Verlinkung nicht funktionieren.

5.2 Neue Bitcoinadressen offline generieren

Jetzt können wir frische Bitcoinadressen generieren. Alles was wir benötigen, haben wir schon vorher erstellt bzw. vorbereitet.

Wir öffnen die Anwendung mit Doppelklick auf die ertellte Verknüpfung. Auf der Startseite sehen wir schon die Statusanzeige zur Generierung von Adressen. Mit Mausbewegungen und Texteingaben werden Zufallszahlen (Entropie) erzeugt, die in die Berechnung der Adressen miteinfliessen. Diese Methode der Entropie ermöglicht eine noch sichere Berechnung von Adressen.

Also, einfach den Mauszeiger im Fenster zufällig bewegen und in das Eingabetextfeld zufällige Buchstaben eingeben, so lange, bis die Statusanzeige 100% erreicht ist. Danach kurz warten, bis sich ein neues Fenster öffnet und das finale Schlüsselpaar aufzeigt. Das war's im Prinzip.

Jetzt haben wir ein Schlüsselpaar, bestehend aus 2 Adressen erzeugt: Die öffentliche Bitcoinadresse und der zugehörige Privatschlüssel. Beides jeweils als Zeichenkette und als QR-Code Pixelbild zu sehen, wobei der private Schlüssel länger ist als der öffentliche Schlüssel. Der QR-Code ist ideal zum Scannen z.B. mit einer Smartphone Camera.

Ab diesem Zeitpunkt kommt die Sicherheit ins Spiel: Wie speichere ich diese sensible Informationen am besten ab? Eine Methode besteht darin, diese Seite als PDF Datei mit Passwort zu verschlüsseln, so dass eine unbefugte Person ohne weiteres nicht öffnen kann.

Um ein Passwortgeschütztes Dokument zu erstellen, benutzen wir die vorinstallierte Textverarbeitungsanwendung LibreOffice Writer. Wir öffnen ein leeres Dokument, kopieren die beiden generierten Adressen einfach in das leere Dokument. Falls gewünscht, können auch die QR-Code Pixelbilder kopiert werden. Einfach mit der rechten Maustaste "Bild kopieren" wählen. Zum Schluss exportieren wir das Dokument in PDF (Menu >> File >> Export as PDF). Wichtig Dabei ist, dass wir in der Exporteinstellung ein Passwort setzen müssen, also im Menu (Security >> Set Passwords) wählen und ein gut ausgedachtes Passwort eingeben. Nachdem die Datei in PDF exportiert wurde, testen wir es sofort aus. Wir klicken auf die PDF Datei und sofort müsste eine Passwortaufforderung auftauchen. Passwort eingeben und die Datei sollte sich öffnen können. Bitte die Inhalte erneut überprüfen, um sicher zu stellen, dass die Exporteinstellung die Textinhalte nicht modifiziert hat. Falls alles richtig gelaufen ist, kann man das ursprüngliche Textdokument ohne abzuspeichern schliessen. Auf jeden Fall dieses Dokument nicht abspeichern, da die enthaltenen Informationen später jedem offen stehen würden.

Wir haben eine PDF Datei erzeugt mit sehr sensiblen Informationen. Diese Datei ist passwortgeschützt. Das Passwort ist eigentlich noch wichtiger als die private Adresse, denn ohne kommt man an das private Schlüssel nicht heran.

Zum Schluss den Rechner Neustarten, damit alle anderen Daten im Zwischenspeicher gelöscht werden. Wichtig bei dieser Methode ist, dass der Rechner niemals online bzw. ins Internet gehen sollte, da das Risiko besteht, das sensible Daten im Hintergrund nach aussen gelangen können.

5.3 Neue Bitcoinadressen online generieren

Warum so kompliziert, wenn es online schneller geht? Antwort: Es ist die Sicherheit! Wir wissen ohne weiteres nicht, was unser PC im Hintergrund macht. Technisch unerfahrene Benutzer haben auch keine Kontrolle über Ihre Daten. Aus diesem Grund ist die physikalische Abkopplung der Netzwerkverbindung eines der sichersten Methoden um sensible Daten zu schützen. Sollten trotzdem online Bitcoinadressen generiert werden (was nicht zu empfehlen ist) kann man folgende Hinweise beherzigen:

5.4 Bitcoinadressen überprüfen

Nachdem eine Bitcoinadresse generiert wurde, ist eine Überprüfung auf die Existenz notwendig. Ab hier muss man jetzt wirklich online gehen, am besten einen anderen Rechner benutzen. Man geht auf die Blockchain Internetseite und gibt die Bitcoinadresse ins Suchfeld ein. Eine frisch erstellte Bitcoinadresse sollte keine Fehlermeldungen enthalten, keine Transaktionen vorweisen und keine Geld (Null BTC) besitzen. Sollte eine Fehlermeldung auftreten, dann ist wahrscheinlich die eingegebene Bitcoinadresse falsch.

Eine Bitcoinadresse wurde jetzt auf Existenz überprüft, aber sie besitzt keine Transaktion und ist somit in den Informationsblöcken der Blockchain nicht eingebunden. Um sicher zu gehen, kann man ein Test machen: Man überweist ein minimal Geldbetrag auf die frisch erstellte und existierende Bitcoinadresse. Erst wenn diese Adresse ein Kleinbetrag erhält, wird sie in die ewige Blockchainliste eingebunden. Damit kann man jetzt sicher sein, dass die Bitcoinadresse wirklich Geldsendungen empfängt.

Doch, wie zieht man die Gelder aus dem Konto? Mit dem privaten Schlüssel!

Mit dem Privaten Schlüssel ist es möglich, das entsprechende Konto leerzuräumen. Abhängig von der verwendeten Wallet, kann man den privaten Schlüssel jetzt eingeben, und das gesamte Geld auf ein anderes Konto transferieren. So simpel, aber trotzdem so Gefährlich. Denn, die geheime Adresse ist jetzt online und öffentlich. Die Sicherheit des Kontos wäre somit theoretisch gefährdet. Die absolute Garantie dafür, das Daten sicher verschlüsselt übertragen werden, kann keiner geben.

Ab hier ist es ist nicht verkehrt, sich weitere Gedanken zu machen. Man könnte z.B. den Restbetrag auf ein anderes sicher generiertes Konto überweisen, um noch sicherer zu sein. Kein Problem, denn Bitcoinadressen sind noch unbegrenzt und kostenlos verfügbar.

5.5 Links

Download: Raspbian OS Betriebssystem (Full Desktop Version)
https://www.raspberrypi.org/downloads/

Download: SD-Formatter
https://www.sdcard.org/downloads/formatter_4/

Download: Imagewriter
https://www.raspberrypi.org/documentation/installation/installing-images/README.md

Blockchain & Transaktionen
https://blockchain.info/

Bitcoin Adressgenerator
https://www.bitaddress.org/

Wallets
https://bitcoin.org/de/waehlen-sie-ihre-wallet
https://blockchain.info/de/wallet/

Kryptowährungskurse
https://coinmarketcap.com/
https://bitinfocharts.com/

Marktplätze
https://www.bitcoin.de/
https://www.kraken.com/
https://www.coinbase.com/
https://www.bitstamp.net/

Sonstige Infoportale
https://www.btc-echo.de/
https://bitcoin-live.de/
https://news.bitcoin.com/
https://bitcoinblog.de/

6. Fazit

Verblüffend einfach und erstaunlich ist die Generierung von Bitcoinadressen. Besonders Anfänger sind begeistert, wenn sie verstehen, das man für eine Kontoeröffnung nur Mathematik, Kryptografie, Physik, Programm und Sicherheit benötigt.

In diesem Projekt haben wir gesehen, wie man einen kleinen Rechner ohne Internetanschluss zum Laufen bringen und Bitcoinadressen offline generieren kann. Natürlich sind Vorbereitungen und etwas technisches Wissen gefragt, trotzdem könnte sich die Mühe lohnen: Denn, das Projekt funktioniert mit wenig Geld und bietet viel Sicherheit.

Ausserdem wurde versucht einige Grundlagen über unser Geldsystem mit Bitcoins zu zeigen und Vergleiche zu ziehen. Natürlich sind diese Informationen noch Unvollständig, aber für das allgemeine Verständnis erstmal ausreichend. Denn wir müssen unseren Menschen, insbesondere unseren Kindern verantwortungsbewusst die Wahrheit sagen können und eine mögliche Sicherheit anbieten, mit dem besten Wissen und Gewissen was wir haben.

7. Schlussbemerkung

Als ich anfing mit Bitcoins Erfahrungen zu sammeln, hatte ich nicht geahnt, wie kompliziert ein System sein kann, um es auch nur ansatzweise zu benutzen. Allein die dutzenden Passwörter, die richtigen Apps, die ungewöhnlichen Anmeldeprozeduren bei den Dienstleistern, die Sicherheit das keiner schnüffelt usw. All das kann die Vorfreude vermasseln. Selbst als Techniker musste ich an einigen Stellen verzweifelt den Kopf kratzen wie ein ahnungsloser Affe in einem verlorenen Dschungel.

Die Euphoriker der Kryptowährungen dürfen nicht vergessen: Es gibt Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Es leben Menschen ohne Stromanschluss, ganz zu schweigen ohne Internetanschluss. Es gibt Menschen, die besitzen keine Endgeräte wie Smartphones oder Computer, sowie die technische Ausbildung dazu. Deshalb wird ein prozentualer Anteil von Menschen geben, die die Kryptowährung nicht benutzen können. Falls die Gesetzeslage zwangsweise eine Kryptografiewährung implementiert, dürfen gerade diese Menschen an unserer Gesellschaft wahrscheinlich nicht mehr teil haben.

Der richtige Umgang mit virtueller Währung erfordert mehr Wissen und Erfahrung als nur eine Schulung. Mit Tipps und Tricks kann man sicherlich das Leben einfacher machen. Aber auf der anderen Seite der Medaille steht auch noch die Sicherheit als die Herausforderung dar, und dafür muss man zusätzlich ein Preis bezahlen. Denn der kritischste Sicherheitsfaktor im System ist der Mensch selbst. Das technische System kann immer besser und effizienter arbeiten ohne Frage, aber der Mensch macht mal halt dumme Fehler. Kleine Fehler können einen sogar ins Bankrott führen. Dies wird in unserem Alltag für unendlich viel Diskussionsstoff sorgen.

Je fortschrittlicher und intelligenter unser Geldsystem implementiert wird, um so grösser kann die Gefahr des Missbrauchs sein, trotz z.B. der umworbenen Blockchaintechnologie als sicherer Garant. Natürlich gehen Transaktionen schneller, einfacher, sicherer und effizienter. Aber ob das alles zu unsere Gesellschaft zugute kommt, das kann keiner garantieren, auch nicht die Experten. Die Hauptverantwortlichen unseres Geldsystems sind nicht die Experten, sondern die, die die Experten leiten. Auch wenn alles nach Opensource, Transparenz und Unabhängigkeit ausschaut, es gibt immer eine Möglichkeit, sich dem System überzustellen und Eingenregie zu führen. Alles ist mit MACHT möglich, kennen wir jedenfalls aus der Politik und Zeitgeschichte.

Es gibt Dinge im Leben, die man in der Schule nicht lernen kann. Man sagt, dass man darüber seine eigene Erfahrungen machen muss. Richtig. Aber nicht, wenn es um Thema Geld geht. Beim Thema Geld kann man alles erlernen ohne Erfahrungen sammeln zu müssen, solange es Transparent und Wahrhaftig zugeht. Dagegen erleben wir Verkomplizierungen und Täuschungen in nahezu allen Angelegenheiten in unserem Leben. Schauen wir mal die simplen Geldfragen unten an und versuchen ganz spontan eine Antwort zu geben:

"Wer hat das Zinseszinsgeschäft erfunden und warum?"

"Wie kann man Geld verdienen ohne zu arbeiten?"

"Wie kann man arbeiten ohne Geld zu verdienen?"

"Wie kann Geld überhaupt arbeiten? Mit einer Schaufel?"

"Durch was ist das Geld gedeckt?"

"Wie vermehrt sich Geld physikalisch?"

"Wenn Jeder seine Kosten und Ausgaben eliminieren würde, bräuchten wir da noch Geld?"

"Was ist wichtiger: Geld oder Leben?"

Versuchen Sie mal diese Fragen an jemand anderen zu stellen. Ich bin sicher, es erwarten aufregende Gesprächsabende auf Sie. Interessant ist jedoch die Reaktion der Menschen. Die Einen antworten so kompliziert, dass keiner versteht. Die Anderen verstehen die Frage nicht. Sie sind verwirrt, sogar so überfordert, dass sie zugeben wirklich keine Ahnung zu haben. Natürlich gibt es auch die Kritiker, die die Fragen nicht beantworten, da die Fragen zu schwammig seien. Und es gibt die schweigende Menschen. Die schweigen deshalb, weil sie es müssen, möchten, können, wollen oder dürfen.

Doch keine Sorge, diese und ähnliche Fragen haben wir in unserer Gesellschaft mehr oder weniger beantwortet. Allerdings sind die Antworten so gut versteckt, dass man selber danach suchen muss. Denn eins ist sicher: Die ungewünschten Antworten werden nicht auf Silbertabletten serviert. So wie es ausschaut, müssen wir individuell viel Arbeit und Kraft investieren, um selber ein bischen an der Wahrheit schnüffeln zu dürfen. Genau an dieser Stelle überrascht uns die Kryptowährungstechnologie und stellt uns auf eine harte Probe. Vielleicht ist sie eine Lehre für uns und für unsere Zukunft.

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